1945

Zu Beginn dieses Jahres erfährt Errols Vater Theodore eine besondere Ehrung in Großbritannien: er wird MBE (Member of the Order of the British Empire.

Nora Eddingtons Schwangerschaft nähert sich im Januar dem Ende und Errol sorgt dafür, daß sie mit ihrer Stiefmutter Marge nach Mexico City fliegt. Er selbst sagt einen geplanten Trip nach New York ab. Nachdem am 8. Januar die Dreharbeiten von San Antonio beendet worden sind, fliegt er am 9. Januar zu Nora nach Mexico City, wohnt aber nicht mit in ihrem Apartment, sondern im Ritz. Tochter Deidre erblickt am 10. Januar das Licht der Welt. Am 14. fliegt Flynn mit Freddie McEvoy für ein paar Tage nach Acapulco. Weiterlesen

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San Antonio

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Ein weiterer Western im Flynn-Portfolio, der einige Klischees dieses Genres bedient, das jedoch auf höchst unterhaltsame Weise.

Laut McNulty (S. 187f) verliefen die Dreharbeiten relativ unkompliziert. Flynns Starallüren hatten sich gebessert und es machte allen wieder Spaß, mit ihm zu arbeiten. Er nahm inzwischen die Westernrollen hin, obwohl er immer noch nicht davon überzeugt war, authentisch zu wirken. Doch der Alkohol zeigte schon erste Auswirkungen.

In Deutschland kam der Film erst im Oktober 1950 in die Kinos. Es gibt ihn auf DVD in einer guten Version zu kaufen. Regie führte David Butler, die Musik stammt von Max Steiner, der seine Titelmelodie von „Dodge City“ recycelte. Alexis Smith spielt erneut die weibliche Hauptrolle und macht sich gut als schicke Lady von der Ostküste, die in die Provinz „versetzt“ wird. Für die Komik ist wieder S.Z. Sakall zuständig, dessen herrlich verqueres Englisch man leider wieder nur in der Originalversion hören kann. Die Bösen werden diesmal von Paul Kelly und Victor Francen gespielt. Letzterer spielte ein paar Jahre später noch einmal mit Flynn in „Die Taverne von New Orleans“. Übrigens sieht man auch Flynns Rappen Onyx, er wird jedoch gleich zu Beginn als das Pferd von John Litel vorgestellt! Was für mich etwas unverständlich ist…

Die Premiere von San Antonio wurde recht aufwendig betrieben, wenn auch vielleicht nicht ganz so wie bei früheren Flynn-Western. Sie fand in New York im Strand Theatre (am 28. Dezember 1945), in L.A. und in Cleveland statt. Sie traf damit mit dem 100. Jahrestag der Eingliederung Texas’ in die USA statt. Der New Yorker Texas-Club beteiligte sich an den Publicity-Aktionen. So wurde eine „Miss San Antonio“ gewählt, eine Dame namens Kyle McDonnell. (Diese galt übrigens als Fernseh-Pionierin der USA und erhielt den Spitznamen „Miss Television“. Sie arbeitete dann eine Zeitlang als Model und Schauspielerin.) Weiterhin gab es eine Western-Parade vom Central Park zum Strand, die auch beim Bürgermeister vorbeikam und ihm einen echten Texas-Hut überreichte. Auch per Radio wurde 15 Minuten lang Werbung gemacht. Flynn selbst scheint jedoch nicht bei der Premiere anwesend gewesen zu sein.

In L.A. fand bei der Premiere eine Radiosendung direkt von der Bühne aus statt. Der Bürgermeister von San Antonio erklärte das Hollywood Theatre dabei zu einem Vorort von seiner Stadt. Weiterhin wurden die Stars des Films interviewt.

In Cleveland im RKO Palace wurde ebenfalls großer Aufwand betrieben und die Zeitungen berichteten selbst auf den Sportseiten. Ein Thema war: wie reitet Errol Flynn sein Pferd. Weiterhin gab es eine Pferde-Show.

In Oklahoma gab es einen Essay-Wettbewerb, bei dem ein Shetland-Pony gewonnen werden konnte.

Inhalt:

Charlie Bell (John Litel) begibt sich nach Mexiko zu seinem Freund Clay Hardin (Flynn), der dort im Exil lebt. Banditen haben seine Rinderherden gestohlen, was in Texas einfach war aufgrund der Weite des Landes und des mangelnden Schutzes für die Herden.

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noch genießt Clay sein Exil in Mexiko…

 

Doch nun will Clay aus seinem Exil zurück in seine Heimatstadt San Antonio. Charlie Bell warnt ihn – vergeblich. Clay ist entschlossen, Roy Stuart (Paul Kelly), den er für die Verbrechen verantwortlich macht, mit Hilfe eines Rechnungsbuches zu überführen und vor Gericht zu stellen. Charlies Warnungen, daß jeder in Texas Clay erschießen wird, sobald er die Grenze überschreitet, ignoriert er geflissentlich.

Clay beauftragt Charlie, in Laredo einen Platz in der Postkutsche für ihn zu buchen. Ganz Texas scheint vom Wettfieber befallen: schafft es Hardin nach San Antonio oder nicht? Als auch noch Lafe McWilliams, ein Gehilfe von Roy Stuart, in Laredo auftaucht, glauben immer weniger Leute daran, daß Clay es schaffen wird.

Zur gleichen Zeit kommt in Laredo eine andere Kutsche an, eine, die die Sängerin Jeanne Starr (Alexis Smith) nach San Antonio bringen soll. Sie hat dort ein Engagement in Roy Stuarts Saloon. Begleitet wird sie von ihrer Chaperone Henrietta und ihrem Manager, Sacha Bozic (S.Z. Sakall), genannt Bozie.

Clay schafft es, sich unterwegs in diese Kutsche zu schmuggeln und so relativ ungefährdet zu reisen. In Cotulla beim Pferdewechsel und Tanz am Abend schmilzt allmählich Jeannes anfänglicher Widerstand. Doch auch Lafe und sein Gehilfe Pony haben mitbekommen, daß Clay sie ausgetrickst hat. Es kommt zu einem ersten Duell auf der Straße, bei dem beide Gangster von Clay und Charlie getötet werden. Clay läßt im Namen von McWilliams ein Telegramm an Roy Stuart schicken, daß alles glattgegangen sei.

In San Antonio wundert sich Roy Stuart zwar über das Telegramm, ist jedoch äußerst zufrieden über dessen Inhalt und erhöht noch einmal den Wetteinsatz, daß Clay nicht nach San Antonio kommt. Um so überraschter ist er, als Clay allen bei der Begrüßung von Jeanne auf der Plaza die Show stiehlt. Die beiden Männer treffen sich auf der Plaza, beobachtet von der Menge. Es kommt zu keiner Schießerei, doch Clay deutet an, daß es für Roy nun langsam zu Ende gehen wird.

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Clay geht zur Armee, um Hilfe zu erhalten, doch der Offizier verhält sich eher zurückhaltend. Er soll nur dafür sorgen, daß es zu keiner Schießerei kommt. Clay muß sich nach anderen Unterstützern umsehen. Er läßt einige alte Freunde ins Hotel bestellen. Er erklärt ihnen, daß er Roy Stuart nun endlich seine Diebstähle beweisen kann. Sie wollen besprechen, wie sie weiter vorgehen. Unglücklicherweise findet im Raum nebenan gerade eine Probe mit Jeanne statt, so daß man sein eigenes Wort nicht verstehen kann. Jeanne ist sauer über die provinzialischen Verhältnisse in San Antonio. Sie wirft mit einem Krug nach Clay, als dieser sich über den Lärm beschwert.

Am Abend hat Jeanne ihren ersten großen Auftritt im Saloon. Auch Clay und Charlie sind dort, obwohl Charlie nicht wohl ist in der Höhle des Löwen.

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Ohne Worte…

 

Jeanne legt einen glamourösen Auftritt hin und verweilt bei dem Liebeslied, das sie vorträgt (Some Sunday Morning), auffällig lange bei Clay. Anschließend sendet sie Clay eine Nachricht, daß sie ihn gern hinter der Bühne sehen will. Dies bekommen sowohl Roy Stuart als auch Charlie Bell mit. Charlie warnt Clay und läßt sich wenigstens das Rechnungsbuch aushändigen, damit es während der Flirterei nicht verlorengeht. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse. Während Clay mit Jeanne draußen auf der Galerie redet, versucht Roy, ihn zu erschießen, zielt jedoch daneben. Als Charlie ihm zu Hilfe kommen will, wird er von Legare (Victor Francen), dem Partner von Stuart, aus dem Hinterhalt erschossen und des Buches beraubt. Bozic kommt zufällig dazu, wird jedoch von Legare bedroht und verspricht, nichts zu sagen.

Stuart läßt daraufhin seine Getreuen zusammenrufen. In einer Anhörung vor dem Militärtribunal der Kavallerie wird versucht, mehr über den Vorfall herauszufinden. Doch Bozie, der neben Jeanne als Zeuge befragt wird, ist durch Legare so eingeschüchtert, daß er nichts sagt. Jeanne versucht, Clay zu überzeugen, daß sie nicht dazu angestiftet wurde, ihn auf die Galerie zu locken. Doch Clay bleibt skeptisch. Als der Offizier verkündet, daß die Kavallerie am nächsten Morgen abberufen wird, bittet Clay um das Amt des Peace Officer, um den Mörder von Charlie Bell fangen zu können. Er wird für 24 Stunden dazu ernannt.

Durch Einfluß von Legare wird Stuart bewußt, daß Bozic als einziger Zeuge seines Mordversuches umherläuft. Legare vermutet, daß Stuart geschossen hat, und sagt das auch offen, doch Stuart streitet es ab.

Bozie gesteht Jeanne aus lauter Angst, daß er weiß, wer den Mord begangen hat, aber er will ihr den Namen nicht sagen. Jeanne drängt ihn, die Stadt sofort zu verlassen. In seinem Zimmer wird Bozie von Stuart bedroht und verrät dabei aus lauter Angst zufällig, daß er Legare bei dem Mord beobachtet hat. Er verspricht, die Stadt sofort zu verlassen.

Stuart konfrontiert Legare mit seinem Wissen. Doch Legare nennt ihm einen guten Grund, ihn nicht umzubringen: Stuart weiß nicht, wo das Rechnungsbuch ist und wo es nach Legares Tod auftauchen würde.

Auch Clay Hardin vermutet mittlerweile, daß nicht Stuart, sondern jemand anders Charlie Bell ermordet hat. Seine Gedanken gehen in Richtung Legare.

Der findet inzwischen heraus, daß Jeanne mit Bozie geredet hat und droht ihr: wenn sie ein Wort zu Clay sagt, ist sein Leben verwirkt. So verhält sich Jeanne zurückhaltend. Legare erfährt, daß Bozie die Stadt verlassen hat.

Am Abend sieht sich Clay erneut den Auftritt von Jeanne im Saloon an, diesmal mit dem Lied Somewhere in Monterey. Doch als sie bemerkt, daß Bozie heimlich zurückgekehrt ist, beeilt sie sich plötzlich sehr mit ihrem Lied. Auch Clay sieht Bozie. Jeanne beauftragt Henrietta, sofort einen Wagen zu mieten und alles einzupacken. Sie selbst schließt sich in ihrem Zimmer ein, wo sie jedoch von Legare erwartet wird. Er bedroht sie, als Clay die Tür von außen aufbricht und mit Bozic hereinkommt.

Als Clay Legare mit vorgehaltener Waffe durch den Saloon führt, löst er dadurch eine Schießerei aus. Es gelingt Legare zu entkommen, er wird jedoch von Stuart verfolgt und im Alamo erschossen. Clay folgt den beiden. Doch Stuart kann entkommen und reitet aus der Stadt.

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Wo sind die Schurken?

 

Jeanne verläßt die Stadt und wundert sich wie alle anderen, wo Clay abgeblieben ist. Er ist immer noch bei der Verfolgung von Stuart, den er schließlich stellt. Beim abschließenden Zweikampf fällt Stuart mit dem Kopf gegen einen Stein und ist wahrscheinlich tot.

Der Film endet damit, daß Clay erneut die Kutsche von Jeanne entert. Und dabei stellt sich heraus, daß Jeanne auch eine waschechte Texanerin ist…

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See ya!

 

 

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1944

1943-01-04 martha o'driscoll

Zu Beginn dieses Jahres gibt es einen Pressetermin, bei dem Errol und Kollegin Martha O’Driscoll über ihre USO-Tour durch Alaska Ende des vergangenen Jahres berichten. Flynn hat dabei auch Tundra Lil.

Am 15. Januar ist er auf einer von WB organisierten blow-out party, in Begleitung von Nora Eddington, obwohl um die Hochzeit noch immer ein großes Geheimnis gemacht wird: Weiterlesen

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Neuguinea

Errol begab sich also in diesen von Australien nicht allzu weit entfernten Teil der Erde. Er kam am 1. Oktober 1927 an und sollte 25 Monate dort bleiben.

Zunächst bekam er einen Job als Patrouillenoffizierskadett, den er aber nicht lange behielt, weil Nachrichten von seinem früheren Arbeitgeber Dalgety eintrafen. Er wurde wieder entlassen. In seiner Autobiographie (MWWW) berichtet er von einer Strafexpedition gegen Eingeborene, an der er teilnahm – das ist jedoch unmöglich und er war wahrscheinlich inspiriert von früheren Ereignissen.

Sein nächster Job: Direktionsassistent der Kenabot-Plantage südwestlich von Kokopo. Danach bekam er weitere kleine Jobs, u.a. als Leiter der Lemus-Plantage in Kavieng (New Ireland). 1928 wurde er krank (eventuell Malaria) und ging zurück nach Rabaul, wo er wieder in verschiedenen kleineren Jobs, u.a. auf Plantagen, arbeitete.

Die Goldfunde in Neuguinea hatten ihre Faszination noch lange nicht eingebüßt. Von 1921 bis 1931 wurden über 400000 Unzen Gold von dort exportiert.

Schon damals hatte Errol einen Schäferhund als treuen Begleiter. Die Leute erinnern sich unterschiedlich an ihn. Zitat eines Zeitgenossen (S. 38): „Er war […] was man heute einen Hippie nennt.“

Eric Feldt, eine Art Bezirksoffizier in Salamaua, schrieb im Frühjahr 1961 einen Artikel in der australischen Zeitschrift „Quadrant“ über Flynn als Reaktion auf dessen Darstellungen in MWWW. Die dortigen Geschichten bezeichnete er als Lügen. Zum Beispiel erzählt Flynn sehr blumig, wie er seinen Job als Luftfahrtmanager in Wau zu Fuß antreten mußte – in Wahrheit wurde er eingeflogen. Doch auch dort hielt es ihn nicht lange – das Sortieren und Ausliefern von Fracht für die Goldsucher war ihm sicher zu langweilig. Feldt sagt auch, daß Flynn niemals ein Prozeß wegen Mordes gemacht wurde, wie er ihn in MWWW beschreibt.

Sein nächster Job: Anwerber für Arbeitskräfte für die Edie Creek Goldfelder auf einem Schoner, der dem Eigentümer der Siassi Islands Plantations gehörte. Seine Hauptaufgabe war es, Arbeitskräfte zu rekrutieren, aber das Boot transportierte auch z.T. Waren und Passagiere. Diesen Job hatte Errol vergleichsweise lange inne und seine Erlebnisse während dieser Zeit bilden wahrscheinlich einen Großteil der Basis für MWWW und seinen Roman Showdown, wo er das Leben auf der Maski beschreibt. Diese wird allerdings in keiner Schiffliste der Zeit aufgeführt, während die Matupi, die Flynn auch erwähnt, existierte, aber der Name des Kapitäns ein anderer war als der von Flynn erwähnte.

Die Geschichte, die am meisten Anlaß zu Spekulationen und Nachforschungen bzw. Verwirrung gibt, ist seine Reise auf dem Fluß Sepik mit einer amerikanischen Filmcrew. Flynn war angeblich von Hermann Erben angeheuert worden für eine Doku über Kopfgeldjäger. Erben wurde zu Joel Swartz in Showdown und MWWW, und er soll es auch gewesen sein, der Flynn zu seiner ersten Filmrolle verhalf. Das ist wieder eher unwahrscheinlich, aber die Geschichte mit dem Dokumentarfilm wird von mehreren Leuten bestätigt.

Im Oktober 1929 war Flynn wieder in Rabaul, er war krank und hatte genug vom Rekrutieren. Am 22. Oktober reiste er an Bord der Montoro zurück nach Sydney, wo er am 30. eintraf. Doch das sollte nicht der letzte Besuch in Neuguinea gewesen sein.

Quelle: Moore S. 25 ff., s. genauen Titel im Teil “Kindheit und Jugend”

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Rocky Mountain

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Rocky Mountain ist Errol Flynns letzter Western. Der deutsche Titel „Herr der rauhen Berge“ ist wieder einmal leicht irreführend, schließt sich aber der Reihe der Filmtitel an, in denen Flynn immer „Herr“ von irgend etwas ist. Doch leider ist er hier nicht einmal Herr der Lage, denn am Ende stirbt er – etwas, das mich am meisten an diesem Film stört, denn zu Beginn erzählt Flynn noch aus dem Off, was er und seine Männer denn dort in Kalifornien suchten. Da erwartet doch jeder Zuschauer, daß der Erzähler am Ende des Films noch am Leben ist… Weiterlesen

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Mara Maru

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Der Film liegt zwar in einer deutschen Fassung vor, wird aber so gut wie nie im Fernsehen gezeigt, nicht einmal im Nacht-, geschweige denn im Nachmittagsprogramm… Bedauerlich, denn es ist ein solider Abenteuerfilm. Am 24. April 1952 kam „Mara Maru“ in die US-amerikanischen Kinos, und bereits am 24. Juni, also nur zwei Monate später, in die deutschen. Warners nutzte wohl die Errol Flynn-Welle, die zu Beginn der 1950er Jahre in Deutschland herrschte. In den Werbematerialien für Kinobesitzer steht, daß allein der Name Errol Flynn als Besuchermagnet wirkt. Was wahrscheinlich auch der Fall war. Es war der letzte Film, den Flynn für Warners in den USA drehte, bevor er in sein selbst gewähltes Exil nach Europa ging. Weiterlesen

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Mallorca

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Mallorca erlangte mit dem Beginn der 1950er Jahre internationale Bekanntheit. Viele Prominente stiegen dort ab, um Urlaub zu machen, u.a. auch Charlie Chaplin und eben Errol Flynn, der den größten Eindruck bei den Mallorcinern hinterließ.

Flynn entdeckte Mallorca auf seiner Hochzeitsreise mit Patrice Wymore im Jahre 1950. Auf ihrem Weg nach Gibraltar wurden sie von einem Sturm überrascht und suchten Zuflucht im Hafen von Pollença. Während ihres Aufenthaltes besichtigten sie den Norden der Insel und kamen schließlich nach Palma. Errol gefielen die Insel und die Gastfreundlichkeit der Bewohner. Er versprach, wiederzukommen, und tat das im Mai 1955.  Zu der Zeit war sein Stern in Hollywood schon sehr tief gesunken. Er war mehr oder weniger pleite durch den Zusammenbruch der Produktion von „Wilhelm Tell“ und die Einziehung seines Vermögens, und lebte ruhe- und rastlos mit seiner Familie, bestehend aus Ehefrau Patrice und Tochter Arnella, auf der Zaca. Für die Mallorciner war er dennoch der große Star, denn sie hatten während des Spanischen Bürgerkrieges und des 2. Weltkrieges nicht viele Filme sehen können, und viele von Flynns Filmen wurden erst jetzt, in den 1950er Jahren, in Europa in den Kinos gezeigt. Weiterlesen

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